Geschichte

Castello di Artegna

Die Anfänge der heutigen Burg, genannt auch „Castelletto“(kleine Burg), basieren auf einer älteren und sehr viel größeren Anlage, die auf der Spitze des Hügels lag. Mehrere bauliche Änderungen sind an der Burg im Laufe der Jahrhunderte aufgrund von Familienangelegenheiten oder militärischen Notwenigkeiten durchgeführt worden bis sie am Ende des 14. Anfang des 15. Jahrhunderts komplett dem Erdboden gleich gemacht worden ist.
Im 13. Jahrhundert hatten die Herrscher von Artegna begonnen ein neues Gebäude zu erbauen mit der Erweiterung und dem Umbau der vorherigen Ringmauer und des Wachturms. So, entstand was „castrum inferius“ oder Unterburg genannt wird, aufgrund der kleineren Ausmaße gegenüber der oberen größeren Anlage. Im 13. Jahrhundert wird dieser neue Komplex, von dem die tragende Wand und der Turm heute den ältesten Teil darstellen, Wohnsitz der Herrscher von Artegna, bis zum Jahr 1384, als der letzte männliche Nachfahre der Familie stirbt und die kleine Burg über die weiblichen Erben der Familie in den Besitz der Familie der Savorgnano gelangt.
Der aktuelle Besitzer, Graf Bonati Savorgnan von Osoppo hat die Burg zur unentgeltlichen Nutzung der Gemeinde zur Verfügung gestellt.
Dieses wichtige Bauwerk war Teil eines weitläufigen Festungskomplex (den es heute nicht mehr gibt) zur strategischen Verteidigung und Sicherung dieser Gegend. Die heutige Burg ist der letzte Beweis der altertümlichen Ansiedlungen, die es auf diesem Hügel gegeben hat. Sie ist im Laufe der natürlichen baulichen Veränderungen und Erweiterungen der Hauptburg auf dem S. Martino Hügel entstanden, und ist heute das einzige Bauwerk, das von dem Gesamtkomplex übriggeblieben ist.
Das Erdbeben vom 6. Mai 1976 hat der Burg schwere Schäden zugefügt, sowie auch die nachfolgenden starken Erdstöße im September des gleichen Jahres.
Die Wiederherstellung und Sanierung der Burg Castello Savorgnan wurde über einen sehr langen Zeitraum durchgeführt, mehrmals aufgrund fehlender Mittel unterbrochen, und dann schließlich 2013 endgültig abgeschlossen.
Die mit öffentlichen Mitteln renovierte Burg ist im Februar 2014 offiziell wieder eröffnet worden und damit den Bürger von Artegna zurückgegeben worden.
Nach Jahrzehnten der Inaktivität spielt der Burgberg heute eine zentrale Rolle, bei der Entwicklung von Projekten mit kultureller, historischer, künstlerischer, pädagogischer und wirtschaftlicher Bedeutung und hat damit einen positivem Einfluss auf die ganze Umgebung.